Grosse Leistungen von NGOs zugunsten der Gesellschaft

Medienmitteilung von BirdLife Schweiz vom 26.2.2026

Am morgigen 27. Februar wird der World NGO Day gefeiert. NGOs (Nichtregierungsorganisationen) setzen sich in zahlreichen unterschiedlichen Bereichen positiv ein und erbringen Leistungen, die oft der ganzen Gesellschaft zugute kommen. Der BirdLife-Verband zum Beispiel erbringt jährlich 250'000 Arbeitsstunden zugunsten der Natur, der Lebensgrundlage von uns Menschen.

Jährlich am 27. Februar wird im Rahmen des World NGO Day das Engagement von NGOs gefeiert. NGOs oder Nichtregierungsorganisationen setzen sich für Umwelt-, soziale, kulturelle und weitere Anliegen ein, die der Gesellschaft zugutekommen. NGOs ermöglichen Menschen, sich in einem strukturierten Rahmen zu engagieren und so zugunsten spezifischer Gruppierungen oder der ganzen Gesellschaft zu wirken. Die NGOs spielen demokratiepolitisch eine sehr wichtige Rolle: bei internationalen Konventionen, der UNO oder in der nationalen Politik ermöglichen sie unzähligen Menschen, ihre Anliegen gegenüber Politik und Behörden vorzubringen. Möglicherweise noch wichtiger ist die Rolle von NGOs im Rechtsstaat, da sie in vielen Ländern eine unabhängige Überprüfung von Behördenentscheiden auf deren Gesetzeskonformität hin ermöglichen können. Vor allem aber engagieren sich viele Menschen tatkräftig für eine gute Sache.

Wirksame Projekte zugunsten aller
BirdLife Schweiz ist eine NGO mit föderalistischem Aufbau, bestehend aus den BirdLife-Kantonalverbänden und rund 430 lokalen BirdLife-Naturschutzvereinen in den Gemeinden. Es zählt 72'000 Mitglieder. BirdLife engagiert sich zugunsten der Natur, unser aller Lebensgrundlage. Die beiden hauptsächlichen Arbeitsfelder von BirdLife sind konkrete, praxisnahe und wirksame Projekte zugunsten gefährdeter Arten und Lebensräume sowie Naturbildung im Rahmen von zahlreichen Kursen und in den BirdLife-Naturzentren. Die BirdLife-Mitarbeitenden, -Mitglieder und -Aktiven leisten jährlich 250'000 Arbeitsstunden zugunsten der Natur. Sie pflegen Feuchtgebiete, Trockenwiesen und Hecken. Sie erstellen Kleinstrukturen und Weiher. Sie pflanzen Sträucher und Bäume. Mit all diesen Massnahmen fördern sie die Natur, deren Widerstandsfähigkeit und die Leistungen, welche die Natur zugunsten von uns Menschen erbringt. Bei mehreren Arten wie Steinkauz, Kiebitz und Uferschwalbe tragen diese Massnahmen dazu bei, dass sie weniger stark gefährdet sind. In den BirdLife-Naturzentren und auf zahlreichen Exkursionen ermöglicht BirdLife Naturerlebnisse, die unter die Haut gehen und oft ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Im Rahmen von Kursen vermittelt BirdLife Artkenntnisse und das Wissen, wie die Natur praxisnah und wirksam gefördert werden kann. Damit wir hoffentlich irgendwann in Zukunft nicht mehr feststellen müssen, dass die Roten Listen in der Schweiz viel länger sind als in all unseren Nachbarländern.

Arbeitsumfeld für NGOs muss freundlich bleiben
Seit einigen Jahren muss in vielen Ländern allerdings ein zunehmend feindseliger Ton gegenüber NGOs festgestellt werden. Leider macht diese Tendenz auch vor der Schweiz nicht komplett Halt, wenngleich die hiesigen Zustände zum Glück nicht mit Ungarn oder der Slowakei vergleichbar sind. Auch in der Schweiz nehmen jedoch verbale Angriffe von mächtigen Personen wie Wirtschaftsvertretenden und Politiker/innen gegen NGOs gefühlt zu. Wenn nationale Politiker oder kantonale Regierungsmitglieder in den Medien Unwahrheiten über NGOs verbreiten, dann sollte dies die ganze Gesellschaft aufhorchen lassen. Gemeinsam sollten wir sicherstellen, dass zivilgesellschaftliche Organisationen an Politik und Behörden gerichtete Fragen – auch unangenehme – stellen können. Nur wenn das Arbeitsumfeld für NGOs in der Schweiz freundlich bleibt und hoffentlich sogar wieder freundlicher wird, können diese ihre Leistungen in Umwelt-, sozialen, kulturellen und weiteren Bereichen erbringen.

BirdLife wird sich weiterhin für die Natur und ein offenes Arbeitsumfeld einsetzen. Die Tatsachen, dass mehr und mehr Menschen in der Schweiz sich für Naturthemen interessieren und dass auch die Mitgliederzahlen von BirdLife Schweiz seit Jahren stetig steigen, stimmen uns optimistisch, dass NGOs wie BirdLife auch in Zukunft eine sehr wichtige und positive Rolle spielen werden!
  

Gemeinsam für die Biodiversität – lokal bis weltweit

BirdLife Schweiz engagiert sich mit viel Herzblut und Fachwissen für die Natur. Gemeinsam mit unseren 72’000 Mitgliedern, 430 lokalen BirdLife-Naturschutzvereinen und 19 Kantonalverbänden packen wir auf allen Ebenen für die Natur an.

Wir fördern gefährdete Arten wie Steinkauz oder Eisvogel sowie ihre Lebensräume und geben der bedrohten Natur eine Stimme. Mit den BirdLife-Naturzentren, -Kursen und -Publikationen bilden wir aus, machen die Natur hautnah erlebbar und begeistern für ihre Förderung.

Schlägt auch Ihr Herz für die Natur und die Vogelwelt? Engagieren Sie sich im BirdLife-Netzwerk: birdlife.ch/engagement

BirdLife Schweiz dankt für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

 


Bilder

Die BirdLife-Naturschutzvereine und -Kantonalverbände führten von 2000 bis 2024 rund 9000 Exkursionen durch. Bild: Botanik-Grundkurs des Vereins Naturnetz Unteramt (VNU), der BirdLife-Sektion von Bonstetten, Stallikon und Wettswil.

Foto: Stefan Bachmann

Das Bild darf nur im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung und unter korrekter Angabe des Fotografen verwendet werden.


Kinder lernen in einem der BirdLife-Naturzentren die Natur kennen.

Foto: BirdLife

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Der BirdLife-Naturschutzverein Pro Buchberg Wangen hat die Umgebung eines Seniorenwohnheims ökologisch aufgewertet.

Foto: Pro Buechberg Wangen/BirdLife

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Der BirdLife-Naturschutzverein «Natur z'Rüthi» hat eine Fläche im Siedlungsraum für die Natur aufgewertet.

Foto: Verein Natur z'Rüthi

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Zur Förderung des Wiedehopfs im nördlichen Waadtland hat der BirdLife-Kantonalverband GOBE unter anderem viele Bäume gepflanzt.

Foto: GOBE/BirdLife

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Der BirdLife-Verein Lebendiges Rottal ist sehr aktiv in der Schaffung von neuem Lebens- und Erlebnisraum. Hier hat er eine Trockenmauer zugunsten von Reptilien und Amphibien errichtet.

Foto: BirdLife Schweiz

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Auskünfte

Raffael Ayé, Geschäftsführer, Tel. 076 308 66 84, raffael.aye@birdlife.ch